Ein mechanisches Stellwerk im Modell: Aufbau, Justierung und erste Erfahrungen mit den Stellhebeln.
Signale und Weichen stellen wie beim Vorbild.
Seit längerer Zeit stehen die Weichen- und Signalhebel von H0fine auf meiner Liste jener Modellbauteile, die ich gerne ausprobieren möchte. Ich erwarte mir davon ein Stellwerkgefühl, das den Rangierbetrieb noch interessanter macht.
Für dieses Projekt verwende ich Stellhebel von H0fine. Neben den Hebeln selbst gehören passende Kleinteile, Fahrstraßenhebel und ein Verschlussregister zu den Möglichkeiten, mit denen sich die Hebelbank später erweitern lässt.
Um die Vollständigkeit des Bausatzes zu prüfen, lege ich mir alle Beutel auf die Bastelunterlage. Am Ende der Bauanleitung findet man eine Stückliste zum Vergleich.
Als Erstes montiere ich den Hebel mit den Scheiben. Dabei müssen die Positionslöcher von Scheiben und Hebel übereinstimmen, damit sich die Teile mit der Schraube korrekt ausrichten lassen. Auch die Reihenfolge der Scheiben auf der Messinghülse ist zu beachten.
Als Nächstes folgt der Handfallenhebel. Die drei Hebelteile werden in der in der Bauanleitung gezeigten Reihenfolge verklebt. Beim Fixieren der Zugstange achte ich auf Leichtgängigkeit. Sitzt die Schraube zu fest, lässt sich der Hebel nur schwer entriegeln und die Sicherung fällt nicht selbstständig in ihre Endlage zurück.
Die Handfallenstange wird aus vier Frästeilen, zwei Schrauben und Messingdraht zusammengesetzt. Die korrekte Länge der Drahtstücke ermittle ich, indem ich die Kunststoffteile probeweise zusammenstecke und den Draht passend ablänge. Beim Verkleben halten die Drahtstücke die Bauteile in Position. Handfallenhebel und Stange werden anschließend vorsichtig verschliffen.
Im größten Beutel befindet sich neben verschiedenen Kleinteilen der Stellhebelunterbau. Die Grundplatte hat passgenau gefräste Schlitze, die den korrekten Zusammenbau erleichtern.
Nun wird die Handfallenstange am Stellhebel angebracht. Dazu werden die 2 blauen Kunststoffklammern in die vorgesehenen Ausfräsungen am Stellhebel geklebt. So wird die Stange am Hebel fixiert, lässt sich aber noch leicht auf und ab bewegen.
Weiter geht es mit den Kleinteilen für den Stellhebel. Die Messingbeilagscheibe gehört unter den Messinggriff, den ich zuerst aufschraube. Danach wird der Handfallenhebel mit der Handfallenstange und dem blauen Stellhebel verbunden. Die Zugfeder wird mit Beilagscheibe und Schraube fixiert und auf der anderen Seite in die vorgesehene Öffnung an der blauen Klammer eingehängt.
Jetzt wird „Hochzeit“ gefeiert: Der Stellhebel wird mit dem Unterbau verbunden. Wenn Entriegelung oder Hebelbewegung nicht leichtgängig sind, kontrolliere ich Ausrichtung und Verschraubungen. Schrauben werden nur so weit gelockert, dass kein unerwünschtes Spiel entsteht.
Der fertige Stellhebel. Dem Bausatz liegen auch noch Signaltafeln bei, die auf den Hebel geklebt werden und mittels Decals beschriftet werden. Diesen Arbeitsschritt habe ich mir hier noch aufgespart. Die Hebel beschrifte ich erst, wenn ich den endgültigen Standort dafür habe.
Dank der ausführlichen Bauanleitung geht das Zusammensetzen des Hebels leicht von der Hand. Das Stellen von Signalen und Weichen macht damit viel Spaß. Besonders interessant ist die Möglichkeit, die Hebelbank später um Fahrstraßenhebel und ein Verschlussregister zu erweitern.