Rund um die Bahnbrücken über die Aschach bei Waizenkirchen wird derzeit kräftig gebaut. Einen Tag vor Beginn des Schienenersatzverkehrs habe ich mir die Baustelle angesehen und den aktuellen Stand in Bildern festgehalten.
Die Aufnahmen entstanden am 3. August 2026. Noch fuhr ein Triebwagen über die alte Brücke, doch im Umfeld waren die Vorbereitungen für die nächsten Bauabschnitte bereits deutlich zu sehen. Seit 4. August ist auf dem betroffenen Abschnitt der Strecke der Linzer Lokalbahn Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Direkt nach dem Bahnhof Waizenkirchen queren mehrere Brücken die Aschach. Alte genietete Stahlkonstruktionen, massive Steinpfeiler, eine benachbarte Betonbrücke und das neue Baufeld liegen hier eng beieinander. Dadurch lässt sich sehr gut beobachten, wie sich der Brückenbau im Lauf der Zeit verändert hat.
Besonders interessant finde ich die alten Stahlbrücken. Ihre genieteten Träger ruhen auf kräftigen, aus Stein gemauerten Pfeilern. Auf den ersten Blick wirken die langen Seitenwände schlicht, aus der Nähe entdeckt man jedoch unzählige konstruktive Details: Nietenreihen, Verstärkungsbleche, Lager und die sichtbaren Spuren vieler Jahrzehnte im Freien.
Gleich daneben entsteht bereits das neue Bauwerk. Schalungen, Bewehrungskörbe und frisch betonierte Bauteile zeigen, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind. Der Vergleich zwischen der alten Konstruktion und dem Neubau macht diese Baustelle für mich zu einem besonders spannenden Fotomotiv.
Auf der Baustelle sind bereits neue Fundamente und vorbereitete Bewehrungen zu sehen. Nach den Informationen, die ich bisher erhalten habe, sollen die alten Brücken später auf neu errichtete Fundamente neben dem derzeit entstehenden Bauwerk gesetzt werden. Eine genaue offizielle Beschreibung des Ablaufs liegt mir allerdings nicht vor. Ich bin daher gespannt, wie die einzelnen Arbeitsschritte tatsächlich umgesetzt werden.
Für Modellbauer sind solche Vorbildaufnahmen besonders wertvoll. Die Unterseite der Brücke zeigt den Aufbau des Tragwerks viel deutlicher als eine gewöhnliche Seitenansicht. Auch das Brückenlager, die Übergänge zum gemauerten Widerlager und die unregelmäßigen Rostspuren liefern viele Anregungen für eine glaubwürdige Nachbildung im Modell.
Ich werde die Baustelle in den kommenden Wochen weiter beobachten. Gerade wenn die alten Brückenteile versetzt werden, dürfte sich das Erscheinungsbild an der Aschach noch einmal deutlich verändern. Ein späterer Besuch wird zeigen, wie sich die Situation entwickelt hat.



















